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LKW 0,25 t gl (4x4) GOLIATH Typ 31

Die Abbildung zeigt den Lastkraftwagen 0,25 Tonnen (Goliath)

LKW 0,25 t (Goliath) (Quelle: Bundeswehr/WTS)Größere Abbildung anzeigen

Land: Bundesrepublik Deutschland

Die Baumuster der Firmen Auto-Union und Goliath verdeutlichen den Stand der Technik im Geländewagenbau der Bundesrepublik Deutschland in den späten 50er Jahren. Hervorstechend ist die Ausstattung der Fahrzeuge mit damals weniger für einen Geländewagen geeigneten Zweitaktmotoren und des später eingeführten Fahrzeuges mit einem handelsüblichen 3 Zylinder-Zweitaktmotor, der auch in der Breitenmotorisierung der DDR bis 1989 eine tragende Rolle gespielt hat.

Die Fahrzeuge heben sich äußerlich stark durch die Anleihen an das Erscheinungsbild des amerikanischen Willys Jeep von den deutschen Entwicklungen der Vor- und Kriegszeit ab.

1954 wurde trotz der begrenzten Kapazitäten der deutschen Automobilindustrie in diesem Bereich entschieden, auf Grund der hohen Anschaffungskosten und der zu erwartenden mangelnden Wirtschaftlichkeit im Betrieb, auf den Ankauf von neuen oder gebrauchten Militärfahrzeugen aus dem Ausland zu verzichten. Es erfolgte eine Ausschreibung zur Beschaffung solcher Fahrzeuge im Inland.

Zur Erstausstattung der Bundeswehr mit einem LKW 0,25 t gl hatte der Verteidigungsausschuss durch Beschluss vom 13.04.1956 sein Einverständnis zur Beschaffung von zunächst 5.000 Stück LKW 0,25 t gl Auto-Union erklärt. Die Auswahl des Fabrikates war jedoch zunächst nicht zugleich eine endgültige Entscheidung zur ausschließlichen Einführung dieses Modells, da gleichzeitig je 50 vergleichbare Fahrzeuge der Fabrikate Goliath und Porsche beschafft wurden, die dann an den ersten Vergleichserprobungen teilnahmen.

Die Erprobung setzte sich aus drei Bereichen zusammen:

  1. Vergleichserprobung über technische und militärische Eignung der drei Fabrikate Auto-Union, Goliath und Porsche auf breiter Basis bei der Truppe, durchzuführen von acht Truppeneinheiten.
  2. Kraftfahrtechnische Vergleichserprobung unter Beachtung der taktischen Forderungen von je zwei Fahrzeugen der drei Fabrikate bei der Erprobungsstelle für Kraftfahrzeuge und Panzer in Niederlahnstein.
  3. Vergleichserprobung über 100 Betriebsstunden in der Zeit vom 22.06. - 02.07.1958 unter stärkster Beanspruchung auf der Straße und besonders im Gelände mit je fünf Fahrzeugen der drei Fabrikate, ausgeführt durch ein Sonder-Kommando der Artillerie-Schule Idar-Oberstein unter Leitung eines Offiziers der Feldzeugtruppe.

Trotz laufender Weiterentwicklung der Prototypen konnte sich der Goliath nicht gegen seine Konkurrenten durchsetzen.

Der günstige Preis und die Liefermöglichkeiten des damaligen Herstellers Auto-Union führten bei Erfüllung der geforderten Leistungen zur endgültigen Entscheidung zugunsten des LKW 0,25 t Auto-Union. Bis 1968 wurden für die Bundeswehr rund 38.000 Fahrzeuge in drei unterschiedlichen Baumustern beschafft.

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Stand vom: 27.11.14


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