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Normen

Wehrtechnische Normen

Der deutsche Rüstungsbereich nutzt für die Entwicklung und Beschaffung von Wehrmaterial in erster Linie geeignete zivile Normen (DIN / EN / ISO und so weiter). Sind zivile Normen aufgrund der Anforderungen militärischer Einsätze nicht anwendbar, so versucht der Rüstungsbereich zunächst diese spezifisch wehrtechnischen Forderungen in bestehende oder in der Erarbeitung befindliche zivile Normen einzubringen.

Hierzu erfolgt eine gleichberechtigte Mitarbeit von Experten des Rüstungsbereichs in den entsprechenden zivilen Normungsgremien des Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN). Das Produkt dieser Mitarbeit des Rüstungsbereichs in Normungsgremien des DIN sind zivile Normen.
Nur, wenn eine Berücksichtigung berechtigter wehrtechnischer Anforderungen in zivilen Normen nicht realisierbar ist, so können in Gemeinschaftsarbeit von Experten des Rüstungsbereichs und der einschlägigen Industrie Verteidigungsgeräte-Normen (VG-Normen) bzw. für Werkstoffe Werkstoffleistungsblätter des BAAINBw (WL-Blätter) erarbeitet werden.
Dies erfolgt nach den Regeln der zivilen wehrtechnischen Normungsgremien des DIN.

Sobald zivile Normen erscheinen, die die wehrtechnischen Forderungen zufriedenstellend abdecken, werden die entsprechenden wehrtechnischen Normen zurückgezogen.

Das VG-Normenverzeichnis, zu finden unter dem Eintrag "Suche", informiert über den aktuellen Bestand an VG-Normen und WL-Blättern des BAAINBw.

Die VG-Normen und WL-Blätter können Sie beim Beuth-Verlag, Berlin, beziehen.


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Europäisches Referenz System für wehrtechnische Standards, „European Defence Standards Reference System“ (EDSTAR)

Auf europäischer Ebene wurde durch das Europäische Komitee für Normung (CEN) im Internet eine Datenbank (European Handbook For Defence Procurement, EHDP) wehrtechnischer Normen und normartiger Beschaffungsdokumente der europäischen Nationen und der NATO zur Verfügung gestellt.

Diese Datenbank spiegelt die fortgeschriebenen Arbeitsergebnisse des von der Europäischen Kommission geförderten Workshops 10 „Standardization for Defence Procurement“ wider.

Zu einer Anzahl wehrtechnisch relevanter Technologiebereiche werden hier Empfehlungen für die Nutzung von „Best Practice Standards“ gegeben.

Im Rahmen eines „Standardization Industry Day“ in Budapest wurde am 09. Juni 2011 das EHDP durch die Europäische Kommission an die European Defence Agency (EDA) übergeben. Das EHDP wird in Verantwortung der EDA als “European Defence Standards Reference System“ (EDSTAR) gepflegt und weiter ausgebaut werden.

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Stand vom: 27.11.14


http://www.baainbw.de/portal/poc/baain?uri=ci%3Abw.baain.vergabe.normenv