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LKW 0,5 t gls (4x4) FMS

Das Foto zeigt den geländegängigen und schwimmfähigen Lastkraftwagen 0,5 Tonnen "Fiat MAN Saviem"

LKW 0,5 t gls (4x4) FMS (Quelle: Bundeswehr/WTS)Größere Abbildung anzeigen

Land: Bundesrepublik Deutschland

Ende der 60er Jahre wurde die begonnene nationale Entwicklung für ein schwimmfähiges Nachfolgemodell des Lkw 0,25 t Auto-Union zugunsten einer trilateralen Entwicklung, zusammen mit Frankreich und Italien, aufgegeben. Bis dahin hatte die Fa. Glas GmbH und nach deren Übernahme die Fa. BMW AG mehrere Prototypen für die Werkserprobung, die technische Erprobung und den Truppenversuch hergestellt.

Für die Entwicklung des Führungs- und Verbindungs-Kraftfahrzeuges (Véhicule de Commandement et Liaison, VCL) wurden zwei Firmengruppen gebildet mit jeweils einer Firma aus jedem Land, und zwar die Gruppe FIAT – MAN - Saviem (FMS) und die Gruppe Hotchkiss – Büssing - Lancia (HBL). Eine dritte Firmengruppe NSU - Moto Guzzi –Panhard / Citroen, welche die Verwendung eines Wankelmotors plante, schied kurzfristig aus.

Die hochgesteckten ursprünglichen Forderungen auf ein Gesamtgewicht von max. 1,5 t, einer Nutzlast von 500 kg, Platz für 6 Soldaten und einem Fahrbereich von 800 km konnten nicht erreicht werden. Die Prototypen mit verschiedenen Triebwerksanordnungen und hohen Gesamtgewichten von bis zu 2,6 t führten zu keinem zufriedenstellenden Verhältnis zwischen Kosten, allgemeinen Leistungsanforderungen, Geländegängigkeit und Schwimmfähigkeit.

Aufgrund der Ergebnisse der gemeinsamen militärisch-technischen Erprobung in den drei Ländern wurde 1972 das Konzept der FMS-Gruppe mit Heckmotor ausgewählt. Der Typ FMS stellt den Abschluss der Entwicklung dar, von dem bis 1975 noch zehn Prototypen hergestellt worden sind, die teilweise über einen technisch aufwändigen luftgekühlten MAN-Vielstoffmotor oder über einen BMW-Ottomotor verfügten.

Nach dem Ausscheiden Frankreichs entwickelte diese Gruppe bei Fa. FIAT in Turin das VCL zur Serienreife und legte 1975 ihr Angebot für die Serienfertigung vor. Die hohen Kosten für die Beschaffung sowie der zwischenzeitlich erfolgte Verzicht auf Schwimmfähigkeit führten 1976 im BMVg zu der Entscheidung, das bilaterale Projekt aufzugeben.

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Stand vom: 27.11.14


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