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Versuchsträger Schützenpanzer MARDER 2

Das Bild zeigt den Schützenpanzer MARDER 2

Versuchsträger Schützenpanzer MARDER 2 (Quelle: BWB / WTS)Größere Abbildung anzeigen

Im Zuge des Vorhabens "Kampfwagen 90" begannen die Überlegungen für die Entwicklung eines Nachfolgers für den 1971 eingeführten SPz MARDER 1.

Folgende Forderungen sollten erfüllt werden:

  • eine Absitzstärke von mindestens sieben Soldaten
  • dem KPz LEOPARD 2 entsprechende Leistungsfähigkeit, d. h. Waffeneinsatz aus der Bewegung (Waffennachführanlage) und gleichwertige Beweglichkeit
  • Hauptwaffe für Kampfentfernungen bis 2000 m, Kampfbeladung mindestens 300 Schuss
  • teilweiser Schutz gegen Geschosse aus 30 mm Maschinenkanone, optionaler Bombletschutz, Maßnahmen zur Signaturreduzierung
  • günstigere ergonomische Arbeitsbedingungen für die Schützengruppe.

Mit der Erstellung der Taktischen Forderung im Jahre 1984 begann die Entwicklung. Es war vorgesehen, 1000 Fahrzeuge von 1997 – 2001 zu beschaffen.

Die Firma Krauss-Maffei erhielt den Zuschlag, ihr Konzept zu verwirklichen und lieferte bereits im September 1991 den hier zu sehenden Gesamtsystemversuchsträger VT 001 ab. Der Prototyp stellte sich als kompaktes, jedoch geräumiges Kampffahrzeug mit modernster Bewaffnung in einem Drehturm, neuesten Schutzkomponenten und hoher Beweglichkeit dar. Erstmals wurde eine Hauptwaffe verwendet, deren Leistung den Anforderungen durch Rohr- und damit Kaliberwechsel (35 mm und 50 mm) angepasst werden konnte. Die Entwicklung enthielt kaum vorausschaubare Risiken, da die Anforderungen durch bereits verfügbare Technologien erfüllt werden konnten. Andererseits war jedoch z. B. das Gefechtsgewicht auf über 43 t gewachsen, welches als nicht mehr angemessen angesehen wurde.

Die politischen Änderungen in Mitteleuropa mit der veränderten Bedrohungslage führten Ende 1992 gemeinsam mit anderen modernen Projekten zum Abbruch der Entwicklung.

Der MARDER 1 erhielt stattdessen bis heute weitere Kampfwertsteigerungen, besonders im Bereich Waffenoptik und passiver Schutz für Fahrzeug und Besatzung, die seine weitere Einsatzbereitschaft sicherstellen.

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Stand vom: 27.11.14


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