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Das Vier - Nationen - Programm

Das EUROFIGHTER-Programm ist ein multinationales Gemeinschaftsprojekt von vier NATO-Partnern (DEU, GBR, ITA, ESP). Vertragspartner sind die NATO-Agentur NETMA und die Industriekonsortien Eurofighter Jagdflugzeug GmbH (EF) sowie Eurojet Turbo GmbH (EJ). NETMA vertritt die beteiligten Teilnehmerstaaten. EF repräsentiert die Firmen Airbus Defence & Space (ADS), BAeS, Leonardo S.p.A. und Airbus Spanien. Das Konsortium EJ setzt sich aus den Firmen MTU, Rolls-Royce, FIAT und ITP zusammen.

Das Foto zeigt einen landendes Jagdflugzeug vom Typ Eurofighter.
EUROFIGHTER Touchdown in Neuburg (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Die Entwicklung des EUROFIGHTERS wurde 1988 beauftragt. Die Firma ADS ist für die technisch anspruchsvollen Subsysteme "Attack and Identification" und "Flight Control System" innerhalb des EUROFIGHTER-Konsortiums verantwortlich. Auf Triebwerksseite entwickelte die Firma MTU die Nieder- und Hochdruckverdichter sowie die elektronische Steuerung des Triebwerks. Neben diesen beiden Hauptauftragnehmern sind weitere Zulieferfirmen (Supplier) aus technologisch anspruchsvollen Bereichen der deutschen Industrie beteiligt. Beispielhaft seien die Firmen Diehl (Flugsteuerungsrechner, elektronischer Steuerknüppel), Hensoldt Ulm (Radaranteile, aktive und passive elektronische Selbstschutzanlage), Litef (Kurs-Lage-Referenzsystem), Rohde & Schwarz (Funkgeräte) und Rheinmetall Mauser Werke (Bordkanone) genannt.

Die Serienbeschaffung des EUROFIGHTERS ist international in einem Rahmenvertrag vereinbart. Dieser enthält neben einer Gesamtstückzahl von 620 Seriengeräten weitere allgemeine Vertragsbedingungen. Für Deutschland sind in diesem Vertrag insgesamt 180 Serienluftfahrzeuge angeführt, allerdings beschafft Deutschland insgesamt nur 143 EUROFIGHTER. Die Beauftragung der Fertigung des EUROFIGHTER erfolgt in drei Tranchen, die separat beauftragt werden (für DEU 44 + 68 + 31 Lfz).

Das Foto zeigt einen Airbus A310 MRTT bei der Luftbetankung zweier Eurofighter Jagdflugzeuge.
Airbus A310 MRTT und EUROFIGHTER (Quelle: Luftwaffe)Größere Abbildung anzeigen

Das erste für die Deutsche Luftwaffe vorgesehene Serienluftfahrzeug wurde Anfang 2003 ausgeliefert; das letzte Luftfahrzeug der 1. Tranche ging im Sommer 2008 an die Luftwaffe. Der Zulauf der Tranche 2 Luftfahrzeuge begann im Dezember 2008 und wurde 2015 abgeschlossen. Alle deutschen Eurofighter sollen bis Ende 2018 an die Luftwaffe ausgeliefert werden. Derzeitige EUROFIGHTER Verbände sind das Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“ in Laage, das Jagdgeschwader 74 in Neuburg, das Jagdgeschwader 31 „Boelcke“ in Nörvenich sowie das Jagtgeschwader 71 „Richthofen“ in Wittmund.

Als Exportkunden haben bisher Österreich (15 Luftfahrzeuge), Saudi Arabien (72 Luftfahrzeuge), Oman (12 Luftfahrzeuge) und Kuwait (28 Luftfahrzeuge) entsprechende Verträge abgeschlossen.


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Stand vom: 22.03.18


http://www.baainbw.de/portal/poc/baain?uri=ci%3Abw.baain.projekt.einzelp.eurofig.interna