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Aus der Geschichte der WTD 91

Zur Erprobung der reichweitengesteigerten Heeres- und Marinegeschütze wurde im Jahr 1876 durch die Firma Alfred Krupp ein geeigneter Schießplatz im dünn besiedelten Emsland nord-westlich der Kleinstadt Meppen eingerichtet.

Der erste Schuss wurde am 05.09.1877 aus einem 12 cm Belagerungsgeschütz abgefeuert.

Das Foto aus dem Jahr 1892 zeigt ein großes Marinegeschütz, davor eine Gruppe von Personen, darunter Seine Majestät Kaiser Wilhelm der Zweite

Vorführung von Marinegeschützen vor Kaiser Wilhelm II im Jahr 1892 (Quelle: Bundeswehr / WTD 91)Größere Abbildung anzeigen

In den folgenden Jahren wurden auf einer Fläche von 23 km x 4,5 km Geschütze und Kanonen jeglicher Art und Kaliber untersucht, erprobt, vorgestellt und eingeschossen. Das legendäre "Paris-Geschütz" mit einer Schussweite von 128 km wurde hier entwickelt.

Aufgrund gestiegener Schießerprobungen wurde der Platz im Jahr 1936 auf die Größe von 30 km x 6 km erweitert; die Firma Krupp erwarb einen Teil des Geländes von 8900 ha.

Seine größte Ausdehnung auf 50 km x 6 km erfuhr der Platz während des 2. Weltkrieges.

Nach der Besetzung durch kanadische Truppen am 08.04.1945 wurden in der Folgezeit die vorhandenen erprobungsrelevanten Einrichtungen zerstört und demontiert.

1957 übernahm die Bundesrepublik Deutschland den Schießplatz und richtete die "Erprobungsstelle 91 für Waffen und Munition der Bundeswehr" ein.
Im gleichen Jahr erfolgten die Eröffnung der Dienststelle und der erste Erprobungsschuss aus einer Panzerfaust.

1986 wurde auf dem Gelände der WTD 91 ein Naturschutzgebiet eingerichtet. Die sogenannte "Tinner Dose" mit einer Größe von 3200 ha ist ein einzigartig erhaltenes Hochmoorgebiet in Nordeuropa mit einer ökologisch sehr wertvollen Flora und Fauna.

Die Umbenennung in "Wehrtechnische Dienststelle für Waffen und Munition - WTD 91" erfolgte 1987; die heutige Gesamtgröße des Platzes beträgt zirka 192 km² bei einer Gesamtlänge von 30 km und einer Breite von 5 – 7 km.
Unter Berücksichtigung der Infrastruktur und des Gefahrenbereiches ist damit eine maximale Schussentfernung von 28 km möglich.

Im November 2000 wurde ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt und die WTD 91 nach DIN ISO 9001: 2000 zertifiziert. Der hohe Qualitätsstandard wurde im Jahre 2003 im Rahmen einer Rezertifizierung erneut bestätigt.

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Stand vom: 27.11.14


http://www.baainbw.de/portal/poc/baain?uri=ci%3Abw.baain.diensts.wtd91.histori