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Aufgaben des Wehrwissenschaftlichen Instituts für Schutztechnologien - ABC-Schutz

Luftaufnahme des Wehrwissenschaftlichen Instituts für Schutztechnologien - ABC-Schutz
Luftaufnahme WIS (Quelle: Bundeswehr/WIS)Größere Abbildung anzeigen

Zielsetzung der ABC-Abwehr in der Bundeswehr ist die Sicherstellung des Schutzes und der Überlebensfähigkeit des einzelnen Bundeswehrangehörigen im Einsatz gegen die Wirkungen von ABC-Kampfmitteln, Gefahren des internationalen Terrorismus, technische Unzulänglichkeiten im Einsatzgebiet und daraus resultierende Gefährdungen sowie mögliche Kollateralschäden im Umfeld nuklearer und chemischer Industrie.

Zentrale Aufgaben des WIS sind die Erarbeitung der hierfür erforderlichen technisch – wissenschaftlichen Grundlagen, die Mitwirkung an der Deckung des Ausstattungsbedarfs für den ABC- und Brandschutz und der Gewährleistung der nationalen Urteilsfähigkeit auf dem Gebiet der ABC-Waffen hinsichtlich ihrer Risiken für die Bundeswehr.

Detektion

Eine Person mit Bundeswehr-Schutzausrüstung analysiert in einem Labor mit einem elektronischen Detektionsgerät eine Probe.
Aufspüren von chemischen Kampfstoffen in einem dargestellten Terrorlabor (Quelle: Bundeswehr/WIS)Größere Abbildung anzeigen

ABC-Detektionssysteme dienen dem Aufspüren, dem Erkennen und dem Nachweis von Kernstrahlung, biologischen und chemischen Kampfstoffen.

Das WIS führt wissenschaftliche Grundlagenuntersuchungen für neue beziehungsweise erbesserte Nachweismethoden durch, entwickelt Labormuster und prüft industriell gefertigte Prototypen hinsichtlich ihrer Leistung und Eignung für den Einsatz in der Bundeswehr, gibt entsprechende Empfehlungen ab und wirkt bei der Beschaffung von ABC-Detektionssystemen mit.

Schutzausrüstung

Das Bild zeigt den Kopf eines Soldaten mit aufgesetzter ABC-Schutzmaske 2000
ABC-Schutzmaske 2000 (Quelle: Bundeswehr/WIS)Größere Abbildung anzeigen

Wesentliche Komponenten der persönlichen Schutzausstattung eines Soldaten sind die ABC-Schutzmaske und das Overgarment, der persönliche ABC-Schutzanzug.

Einsätze in heißen Klimazonen sowie neuartige Gefährdungsszenarien verlangen bekleidungsphysiologisch verbesserte Schutzausstattungen mit erhöhtem Schutzfaktor.

Hierfür erforderliche Grundlagenuntersuchungen werden beim WIS durchgeführt und Labormuster in enger Zusammenarbeit mit der Industrie optimiert. Nach der Einführung gewährleisten begleitende Güteprüfungen das erreichte, hohe Leistungspotential der beschafften Ausstattung.

Elektromagnetische Effekte

Ein Bundeswehr-Lkw steht zur NEMP-Untersuchung unter einem Horizontal-Polarised-Dipol-Simulator.
"Nuklearer Elektromagnetischer Puls (NEMP)"-Untersuchung: Startgerät IRIS-T SL unter "Horizontal Polarised Dipol (HPD)"-Simulator (Quelle: Bundeswehr/WIS)Größere Abbildung anzeigen

Wehrmaterial soll gegen Kernwaffenwirkungen gehärtet werden.
Das Waffensystem soll in vorgegebenen Abständen vom Explosionsnullpunkt allen Wirkungen von Kernwaffen widerstehen und in seinen wesentlichen Funktionen einsatzfähig bleiben.

Elektromagnetische Felder können ungeschützte elektronische Komponenten aller Art stören bzw. zerstören. Dieses Phänomen ist jedem bekannt, der mit seinem Handy in der Nähe eines laufenden Radios telefoniert hat und der die Verbindungsaufnahme des Handys im Radiolautsprecher als klopfendes Geräusch gehört hat.

Brandschutz

Aus einer Vorrichtung spritzt Löschflüssigkeit in einen brennenden Behälter.
4-m²-Brandversuch (Quelle: Bundeswehr/WIS)Größere Abbildung anzeigen

Welche verheerenden Auswirkungen Feuer haben kann ist wohl jedem bewusst. Es ist daher selbstverständlich, sich gegen Brände und Brandfolgen zu schützen.

Im militärischen Bereich ist dies besonders wichtig, denn gerade im Einsatz sind Mensch und Material besonderen Gefahren ausgesetzt. Und im Falle eines Brandes ist Hilfeleistung durch einen (zivilen) Rettungsdienst nur selten zu erwarten.

Wasseraufbereitung

Die aufgebaute Trinkwasseraufbereitungsanlage Waterclean 1600 besteht aus einem Einachs-Technikanhänger, der mit Schläuchen und Kabeln mit einem mobilen Wasserbecken verbunden ist.
Trinkwasseraufbereitungsanlage "Waterclean 1600" (Quelle: Bundeswehr/WIS)Größere Abbildung anzeigen

Sauberes Wasser zum Trinken und zum Gebrauch ist für jeden eine selbstverständliche und lebensnotwendige Voraussetzung.

Wie lässt sich aber diese Voraussetzung bei einem Einsatz der Bundeswehr in einem Krisengebiet oder gar in verseuchter Umgebung erfüllen? Dieser speziellen Fragestellung widmet sich der Bereich Wasseraufbereitung des Wehrwissenschaftliche Institut für Schutztechnologien - ABC-Schutz.

Dekontamination

Zwei Personen in olivgrüner Schutzanzügen besprühen einen Bundeswehr-Lkw mit eine Dekontaminationsflüssigkeit.
Dekontaminationsuntersuchung eines Prototyps im Rahmen der integrierten Nachweisführung (Quelle: Bundeswehr/WIS)Größere Abbildung anzeigen

Truppenteile sowie einsatznotwendiges Gerät müssen verzugslos dekontaminiert werden können, falls sie biologischen, chemischen Kampfstoffen, radioaktivem Fallout oder giftigen Industriechemikalien ausgesetzt waren. Nur so können die schädigende Wirkung minimiert und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden.

Das Wehrwissenschaftliche Institut für Schutztechnologien - ABC-Schutz erprobt Verfahren und Gerät für die ABC-Dekontamination, begleitet fachliche Neuentwicklungen bei der Industrie und trägt durch eigene Untersuchungsprogramme und Forschungsvorhaben dazu bei, dass materialverträglichere, umweltschonendere und logistisch weniger belastende Dekontaminationsmittel und -verfahren Eingang in die Truppe finden.

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Stand vom: 22.03.18


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