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Das Team Dingo

Der Dingo ist nicht zuletzt auf Grund des Afghanistaneinsatzes eines der bekanntesten geschützten Fahrzeuge der Bundeswehr. Das zuständige Projektreferat im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) ist U4.2. Dort hat man gerade eine Delegation aus Österreich empfangen, die für ihr Bundesheer insgesamt 58 Fahrzeuge beschaffen wird.

Eine deutsche Kolonne in Afghanistan, angeführt von zwei Dingo 2 (Quelle: Bundeswehr/Dorow)Größere Abbildung anzeigen

Oberstleutnant Ralph Jeroma ist im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in Koblenz im Referat U 4.2 Projektleiter für den Dingo. Das „Geschützte Führungs- und Funktionsfahrzeug“ der Klasse 3 (GFF3) ist nach dem Wüstenhund benannt, wobei die Klasseneinteilung dem Kenner Näheres zu Luftverlademasse und -transportierbarkeit, Schutzniveau und Nutzvolumen des Fahrzeugs verrät.

Seit über 16 Jahren nutzt die Bundeswehr den Dingo, vorwiegend im Auslandseinsatz. „Das Projekt wurde durch den Bedarf in den Einsätzen stark geprägt“, erklärt Oberstleutnant Jeroma. „Wir haben auf die sich wandelnden Anforderungen immer schnell mit Anpassungen am Fahrzeug reagiert.“

Diese Flexibilität aufgrund der Einsatzorientierung hat allerdings auch ihren Preis. „Wir haben mittlerweile 26 verschiedene Varianten im Bestand, die sich technisch teilweise erheblich unterscheiden, was auch unterschiedliche Ersatzteilbedarfe zur Folge hat“, sagt Oberstleutnant Jürgen Nieke, stellvertretender Projektleiter des Dingo-Projekts.

Dingo-Projektleiter Oberstleutnant Ralph Jeroma (rechts) und sein Stellvertreter Oberstleutnant Jürgen Nieke im Gespräch (Quelle: PIZ AIN/Anneken)Größere Abbildung anzeigen

Um mit der Vielzahl an Varianten und daraus folgenden Handlungsoptionen umzugehen, können sich die beiden auf ihre Projektmitarbeiter verlassen. „Anna Maria Hauröder-Löhr ist die ‚Hüterin des Gralswissens‘ in der Ersatzteilversorgung aller Varianten“, so ihr Projektleiter. Ohne die Arbeitnehmerin, die sich schon vor ihrer Zeit im BAAINBw im damaligen Heeresamt mit dem Dingo beschäftigte, geht bei der zentralen Ersatzteilversorgung nichts. TRAR Arno Kulmus wahrt dabei den Überblick über alle abgeschlossenen, aktuellen und künftigen Produktänderungen bzw. Nachrüstungen und hat das für sachgerechte Entscheidungen notwendige detaillierte Hintergrundwissen.

Hauptmann Michael Deesler und TROI Stefan Pauly komplettieren das Projektteam und leisten mit ihrer Arbeit einen Beitrag zu dem guten Ruf, den der Dingo in der Truppe genießt. Unterstützt wird das Team bei der Erstellung und ständigen Aktualisierung der technischen Dokumentation von einem Mitarbeiter eines zivilen Auftragnehmers.

Ein wesentlicher Grund für die Beliebtheit des GFF 3 Dingo in der Truppe ist die stetige Auswertung und Berücksichtigung von Erfahrungen aus den Einsätzen. „In Afghanistan haben die Fahrer über den hartnäckigen Staub geklagt. Daraufhin haben wir die Scheibenwaschanlage verbessert und drei Hochdruckdüsen eingebaut“, erinnert sich Oberstleutnant Jeroma. Auch flexible Waffenhalterungen, die es ermöglichen, unterschiedliche Handwaffen im Fahrzeug auch für den Fall einer Ansprengung sicher zu verstauen, wurden verbaut.

Das Team Dingo v. l. n. r.: Oberstleutnant Jürgen Nieke, Kuno Herchenbach, Hauptmann Michael Deesler, Arno Kulmus, Anna Maria Hauröder-Löhr, Stefan Pauly und Oberstleutnant Ralph J … (Quelle: PIZ AIN/Anneken)Größere Abbildung anzeigen

Der hart erarbeitete, gute Ruf des Fahrzeugs hat sich auch südlich der Alpen herumgesprochen. Die Bundesrepublik Österreich hat eine Beschaffungsentscheidung für 58 Fahrzeuge getroffen. Bei der Abwicklung dieser Beschaffung ist das Dingo-Team im BAAINBw um Oberstleutnant Jeroma eingebunden und nimmt die Aufgabe der amtsseitigen Projektleitung wahr. Nun besuchte am 15. und 16. März eine österreichische Delegation die Koblenzer Behörde, um sich mit ihren deutschen Partnern abzusprechen.

Auch über ein neues GFF 3 wird in Koblenz bereits nachgedacht. „2025 werden die ältesten Dingo2-Fahrzeuge aus der Nutzung gehen. Bis dahin wollen wir einen Nachfolger haben“, skizziert Jeroma die Absicht der Bundeswehr. Bereits im April soll das Integrierte Projektteam für das „GFF 3 Folgegeneration“ seine Arbeit aufnehmen. „Unser Ziel ist es, den Soldatinnen und Soldaten im Einsatz wieder ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen, das ihnen dabei hilft, ihren Auftrag zu erfüllen und unversehrt wieder nach Hause zu kommen.“

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Stand vom: 21.03.17 | Autor: PIZ AIN


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