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Würdiger Abschied: IT-ZentrumBw aufgelöst

Am 30. März 2017 hat Harald Stein, Präsident des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), das IT-Zentrum der Bundeswehr nach 15 Jahren außer Dienst gestellt. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Euskirchen verabschiedete sich das BAAINBw von dem Zentrum.

Verleihung des Ehrenkreuzes an Direktor Hans-Ulrich Schade (Quelle: PIZ AIN/Anneken)Größere Abbildung anzeigen

„Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne“, zitierte Harald Stein, Präsident des BAAINBw, den Dichter und Autoren Hermann Hesse bei seiner Rede am 30. März 2017 anlässlich der Außerdienststellung des IT-Zentrums der Bundeswehr (IT-ZentrumBw). Wenngleich dies ein trauriger Anlass sei, ginge es darum „in eine neue Zeit zu starten“.

Präsident Stein dankte den zivilen und militärischen Angehörigen des IT-ZentrumBw, die in Euskirchen, Rheinbach, Munster, Berlin, Münster und Ulm am Erfolg der „gemeinsamen Sache, die Ausrüstung der Soldatinnen und Soldaten mit moderner und sicherer Informationstechnik“ sicherzustellen, mitgewirkt hätten.

Dabei würdigte Harald Stein auch die vielen Produkte und Dienstleistungen, die vom IT-ZentrumBw erbracht wurden. Hervorgehoben wurden der elektronische Dienst- und Truppenausweis und das Computer Emergency Response Team der Bundeswehr, das das IT-System der Bundeswehr gegen Bedrohung schützt. „Die Bundeswehr ist leider ein beliebtes Angriffsziel. Das CERTBw leistet hier hervorragende Arbeit und ist auch außerhalb der Bundeswehr anerkannt und geschätzt“, sagte Präsident Stein.

Hans-Ulrich Schade, erster ziviler und zugleich letzter Direktor des IT-ZentrumBw, dankte dem BAAINBw in seiner Rede für die gute Zusammenarbeit. Er bedauerte, „nach 34 Jahren den Rüstungsbereich verlassen zu müssen“, freue sich aber zugleich auf den Wechsel „in einen aufstrebenden neuen Bereich“. Als Zeichen der Verbundenheit seiner Dienststelle mit der Koblenzer Bundesoberbehörde übergab er das letzte Wappen seines Zentrums an Präsident Harald Stein. Auch für Hans-Ulrich Schade gab es noch eine Überraschung: Harald Stein verlieh ihm das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold als Zeichen der Anerkennung für seine Leistungen für die Bundeswehr.

Direktor Hans-Ulrich Schade bei seiner Abschiedsrede (Quelle: PIZ AIN/Anneken)Größere Abbildung anzeigen

Zum Schluss griff Präsident Stein nochmal das Hesse´sche Gedicht auf: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Denn mit dem neuen Organisationsbereich der Bundeswehr Cyber und Informationsraum, in dem die Nachfolgedienststelle ab Juli aufgehen wird, wage die Bundeswehr einen wichtigen Schritt. „Es war und ist ein richtiger Entschluss unserer Ministerin“, so Stein, denn „mögliche Wahlbeeinflussung in den USA, Fake News, gestohlene digitale Identitäten“ zeigten, wie entscheidend die Gewährleistung auch einer digitalen Abwehrbereitschaft sei.

„Meine sehr geehrten Damen und Herren, hiermit schließe ich die Dienststelle zum 31.03.2017.“ Mit diesem formalen Satz von Präsident Harald Stein und dem Verklingen der anschließenden Nationalhymne endete nach 15 Jahren die Ära des IT-Zentrums der Bundeswehr. Anfang April wird dann unter dem Namen „Zentrum für Cybersicherheit der Bundeswehr“ eine neue Dienststelle in Euskirchen aufgestellt, personell dreimal so groß wie die jetzige, die dem Führungsunterstützungskommando der Bundeswehr unterstehen wird – und damit zunächst zur Streitkräftebasis gehört, bevor das neue Kommando Cyber und Informationstechnik die Verantwortung über die Kompetenzen der ehemaligen Dienststelle des BAAINBw übernehmen wird.

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Stand vom: 19.04.17 | Autor: PIZ AIN


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